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Subventionen für Landwirte

Eine Subvention in der Landwirtschaft ist eine direkte Zahlung an Bauern beziehungsweise Agrarbetriebe zur Stützung des Unternehmens, ohne dass eine unmittelbare Gegenleistung in Form von Warenlieferungen entsprechend der Höhe der Subvention erfolgt. Subvention kommt vom lateinischen Wort subvenire, das "zur Hilfe kommen" bedeutet.

Der Sinn von Subventionen

Die Subvention in der Landwirtschaft ist im gesamtwirtschaftlichen Kontext nichts Außergewöhnliches, Subventionen werden in sehr vielen Bereichen des Wirtschaftslebens gewährt. Grundsätzlich können bestimmte Wirtschaftszweige ohne Subventionen nicht existieren, gleichwohl ist ihre Erhaltung bedeutsam. Ein leicht verständliches Beispiel bietet der Bereich der Hochkultur, der beispielsweise Orchester, Theater und Museen betrifft. Dieser Bereich würde ohne Subventionen nicht existenzfähig sein, das gesellschaftliche Leben wäre um einiges ärmer. Dennoch werden Wirtschaftssubventionen, die aus Steuermitteln gewährt werden, ständig und zu Recht hinterfragt.

Subvention in der europäischen Landwirtschaft

Die Subvention in der Landwirtschaft, die Europa seinen Bauern gewährt, ist daher auch an strenge Bedingungen geknüpft. Sie wird gewährt, weil viele außereuropäische Agrarprodukte zumindest zeitweise auf den Weltmärkten preiswerter sind als durch europäische Produktion verfügbare Ware. Gäbe es Subventionen nicht, würde die europäische Landwirtschaft zunächst ihre Wettbewerbsfähigkeit verlieren, dann kleiner und einseitiger werden und schließlich bis auf wenige Bereiche, die am Markt existieren können, zurückgehen. Das hätte zwei Konsequenzen: Zum einen wäre Europa von Lebensmittellieferungen anderer Kontinente abhängig, zum anderen würden landschaftliche Flächen nicht mehr gezielt bewirtschaftet und damit einem möglichen ökologischen Ungleichgewicht ausgesetzt.

Subventionsarten für Landwirte

Die Subvention in der Landwirtschaft wird in Form von direkten, nicht rückzahlbaren Zuschüssen gewährt, die an die genutzte Fläche gekoppelt sind. Zudem werden Investitions-Darlehen zu günstigeren Zinsen und bei teilweiser Tilgungsfreiheit gewährt. Auch Bürgschaften für Kredite sind mögliche Subventionsarten in der Landwirtschaft. Eine weitere Möglichkeit ist der Aufkauf von Überproduktionen. Letzterer Punkt ist jedoch umstritten. Das Bundeslandwirtschaftsministerium erklärt, dass die aufgekauften Agrargüter zum Verkauf vorgesehen sind, sobald die Preisentwicklung dies zulässt, weshalb es sich nicht um eine direkte Subvention in der Landwirtschaft handele. Die Gesamthöhe der Subvention in der Landwirtschaft beträgt in der Europäischen Union jährlich mehr als 40 Milliarden Euro, davon fließen 7 Milliarden Euro nach Deutschland.

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